23.11.2023

Massivholzbauweise mit CLT: Innovationen im Holzbau

In der heutigen Zeit, in der Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung an Bedeutung gewinnen, erlebt verschiedene Massivholzbauweisen, unter anderem die CLT-Bauweise, eine beeindruckende Renaissance. Diese Bautechnik, auch als Brettsperrholz bekannt, revolutioniert den Holzbau und setzt neue Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit und Effizienz. Doch was macht Massivholzbau eigentlich aus? Und welche Massivholzbauweisen gibt es noch?

Massivholzbauweise mit CLT: Innovationen im Holzbau

Die Geschichte der Massivholzbauweise

Massive Tradition

Die Fachwerkbauweise war in Mitteleuropa seit ca. dem 13. Jahrhundert über einen erheblichen Zeitraum hinweg äußerst populär. Doch mit der fortschreitenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert nahm diese Entwicklung jedoch ein Ende. Durch die gesteigerte Verfügbarkeit metallischer und mineralischer Baustoffe wurde die Massivbauweise im großen Stil erst ermöglicht. In der Folge wurden die herkömmlichen Holzbauweisen weitgehend verdrängt, und fortan wurde vorwiegend auf massive Baustrukturen gesetzt – ein Trend, der bis heute anhält. Allerdings haben der technologische Fortschritt und das stetig wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit dazu geführt, dass verschiedene Alternativen der Massivholzbauweise entwickelt wurden.

Die Renaissance des Holzbaus

Holz als Baumaterial erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber einer sticht besonders hervor: Nachhaltigkeit. In einer Ära, in der Umweltfreundlichkeit zählt, ist der Holzbau mehr als nur eine nostalgische Rückkehr zu alten Handwerkskünsten. Er ist die Antwort auf drängende ökologische Herausforderungen. Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff, der CO2 speichert, anstatt es zu emittieren und fördert auch den Einsatz regional verfügbarer Ressourcen.

Mithilfe der Massivholzbauweise werden die Vorzüge der Massivbauweise mit den positiven Eigenschaften des Rohstoffs Holz geschickt kombiniert. Der Massivholzbau mit CLT steht im Mittelpunkt dieses Wandels. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Bauweise, und welche Alternativen Bauweisen bietet das vielseitige Material Holz?

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Was ist der Massivholzbau mit CLT?

Cross-Laminated Timber, kurz CLT, auch als Brettsperrholz bekannt, ist der Star unter den modernen Holzbautechniken. Die Grundidee ist simpel, die Auswirkungen jedoch revolutionär: Mindestens 3 Schichten von Massivholzplatten werden kreuzweise miteinander verleimt, um eine besonders stabile und belastbare Struktur zu schaffen, die den Einsatz in mehrgeschossigen Gebäuden ermöglichen. Durch die kreuzweise Verleimung wird das Quell- und Schwindverhalten beim CLT auf ein Minimum reduziert.

Der Durchbruch von CLT lässt sich nicht nur auf seine beeindruckende Stabilität zurückführen, sondern auch auf seine nachhaltigen Eigenschaften. Das Holz, das in der Herstellung von CLT und anderen Massivholzbauweisen verwendet wird, erzeugt bei der Produktion nicht nur weniger CO2 im Vergleich zu herkömmlichen mineralischen Baustoffen wie Stein und Beton, sondern es bindet im Gegensatz zu diesen Baumaterialien sogar CO2.

Somit lässt sich sagen, dass mithilfe dieser Massivholzbauweise, binnen kürzester Zeit großdimensionierte Bauelemente entstehen, die es ermöglichen, massive und luftdichte Gebäudekonstruktionen zu errichten.

Welche weiteren Massivholzbauweisen gibt es?

Abgesehen von der Massivholzbauweise aus CLT haben sich im Laufe der Jahre verschiedene weitere Alternativen im Massivholzbau entwickelt, die wir im Folgenden kurz vorstellen möchten. Diese alternativen Massivholzbauweisen zeichnen sich durch unterschiedliche Konstruktionsmethoden aus.

Brettstapelbauweise

Die Brettstapelbauweise ist eine Alternative im Massivholzbau. Hier werden, ähnlich wie bei der CLT-Bauweise, massive Holzlammelen miteinander verbunden. Im Gegensatz zum CLT erfolgt bei dieser Massivholzbauweise keine kreuzweise Verleimung der Holzlammelen. Stattdessen werden sie horizontal übereinander gestapelt und durch mechanische Verbindungsmittel (Metall oder Holz) oder Kleber miteinander verbunden.

Dübelholzelemente

Bei dieser Massivholzbauweise gleicht der Aufbau der Elemente nahezu dem der Brettstapelbauweise. Im Unterschied zur Brettstapelbauweise erfolgt bei Dübelholzelementen die Verbindung durch Stabdübel aus Holz. Ein großer Vorteil besteht hierbei, ähnlich wie bei der Verklebung, darin, dass Ränder und Oberflächen keine metallischen Verbindungsmittel aufweisen und somit noch maschinell bearbeitet werden können.

Magnumboard

Eine alternative Massivholzbauweise ist das Swiss Krono Magnumboard. Ähnlich wie beim CLT werden hier mehrere Holzschichten miteinander verleimt. Der Unterschied zum CLT besteht darin, dass nicht massive Holzlammelen, sondern OSB-Platten verwendet werden. Bei dieser Massivholzbauweise werden drei bis maximal 10 OSB-Platten miteinander zu einzelnen Bauelementen verleimt. Auf diese Weise entstehen Bauelemente von maximal 25 cm Dicke und großzügigen Dimensionen.

Blockbau

Zuletzt sei noch eine weitere Variante im Massivholzbau erwähnt: die traditionelle Blockbauweise. Im Gegensatz zu CLT und anderen Alternativen werden hier keine vorgefertigten Wandelemente im Werk erstellt und aufgestellt. Stattdessen werden massive Holzblöcke horizontal übereinander gestapelt und miteinander verbunden, um die Wände eines Gebäudes zu formen. Die Ecken der Holzblöcke können so gestaltet sein, dass sie ineinandergreifen, was eine stabile Konstruktion gewährleistet.

Dank moderner Technologien wurde diese traditionelle Massivholzbauweise weiterentwickelt, wodurch Blockhäuser sowohl für traditionelle als auch für moderne Wohnprojekte genutzt werden können.

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Die Vor- und Nachteile der Massivholzbauweise

Der Massivholzbau bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die sowohl ökologische als auch bautechnische Aspekte umfassen. Hier sind einige der herausragenden Vorteile:

Nachhaltigkeit:

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der im Vergleich zu anderen Baumaterialien eine geringere Umweltbelastung verursacht. Die Anwendung einer Massivholzbauweise trägt zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei, da Holz während seines Wachstums und somit während seiner gesamten Nutzungsdauer CO2 bindet.

Schnelle Bauzeiten:

Massivholzbau ermöglicht effiziente Bauabläufe. Vorgefertigte Holzelemente können präzise gefertigt und schnell vor Ort montiert werden, was zu verkürzten Bauzeiten führt.

Leichtbauweise:

Obwohl massiv, ist Holz im Vergleich zu anderen Baumaterialien leicht. Dies erleichtert den Transport und die Handhabung von Elementen der Massivholzbauweise auf der Baustelle.

Hohe Tragfähigkeit:

Massivholzbauweisen, insbesondere in Verbindung mit Technologien wie CLT, können trotz ihrer Leichtigkeit als Baustoff beeindruckende Traglasten abfangen. Dies ermöglicht den Einsatz in mehrgeschossigen Gebäuden und anderen anspruchsvollen Bauprojekten.

Gesundes Raumklima:

Holz reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit im Innenraum. Dies trägt dazu bei, ein gesundes Raumklima zu schaffen, indem es Feuchtigkeit aufnimmt und bei Bedarf wieder abgibt.

Angenehmes Wohngefühl:

Holz schafft eine warme und behagliche Atmosphäre in Innenräumen. Der natürliche Werkstoff vermittelt ein positives Wohngefühl und trägt zur psychologischen Wohlbefindlichkeit bei.

Fazit: Die Zukunft des Bauens ist holzig und nachhaltig

In einer Ära, in der ökologische Verantwortung immer wichtiger wird, erweist sich die Massivholzbauweise mit CLT als wegweisende Lösung. Die Vielfalt an Alternativen im Massivholzbau bieten eine breite Palette von Möglichkeiten, die nicht nur ökologisch, sondern auch ästhetisch überzeugen. Die Verbindung von Tradition und Innovation macht Holz zu einem Schlüsselakteur in der Gestaltung unserer zukünftigen Gebäude und prägt eine Ära des Bauens, die im Einklang mit der Natur steht. Holz als Baumaterial erlebt also nicht nur eine Renaissance, sondern prägt auch die Zukunft des Bauens.

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